Samstag, 24. Oktober 2009

I'm a battler now!

Nein - ich bin nicht unter die schnorrenden am Straßenrand sitzenden Leute gegangen. Battler hier bedeutet ein harter und ehrlicher Arbeiter. Also wie ihr seh mach ich hier letztendlich nix anderes wie auch daheim- nämlich malochen ;-)

Meine erste Arbeitswoche war eigentlich sehr cool. Sie hat am Dienstag damit angefangen, dass ich gefühlt 1000 Leuten vorgstellt wurde (sehr schlecht wie sich die Tage darauf rausstellte, weil ich mir ungefähr ca. ganze drei Namen merken konnte. Die meisten wissens ja schon, ich arbeite hier aufm Kulturamt, das ca. 15 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Rathaus ist voll schön, glaub noch recht neu und die Sicherheitsbestimmungen da drin sind enorm. Als Bürger kommt man ins Foyer und des wars dann. Also dort werden glaub so die übliche Bürgersachen (Melde- und Passwesen...) erledigt. Hat man allerdings ein anderes Anliegen, dann meldet man sich halt an/ sagt was man will, muss dann ein Formular ausfüllen und bekommt halt dann einen Besucherausweis, auf dem steht zu wem der will, wie lange...aber dann darf man noch nicht in die Räumlichkeiten rein, weil man muss abgeholt werden. Anders würde man sowieso nicht reinkommen weil man für alle Türen eine Schlüsselkarte braucht. Also ihr seht ich bin beim schaffen sehr sicher :-). Das System ist zwar mega umständlich aber verhindert halt, dass alle 5 Minuten ein Bürger in dein Büro reingestürmt kommt und stellt sicher, dass man sich auf den Bürger ordentlich vorbereiten kann.

Joa wir als Kultutamt haben ja eh nciht den klassischen Bürgerkontakt. Die Büros sind alle Großraumbüros ; ein Großraumbüro pro ABteilung oder Amt. Wir sitzen also zu 15in dem Büro, abgetrannt durch Stellwände/ die Leute die ein wenig mehr zu sagen haben, haben im Großraumbüro noch ein kleines, durch Glaswände abgetrenntes Büro. Aber jo ist eigentlich ganz cool weil man halt viel mehr miteinander zu tun hat und so.

mein Arbeitsplatz; Rayce und Bill (mein Chef) beim "Chinese New Year Festival Meeting"

Naja am ersten Tag wurde ich dann direkt in des "Whitehorse-Center" (deren Halle) hingeschickt, wo ich dann mit 4 anderen die Halle dekoriert hab, weil dort abends eine Sports-Award Verleihung stattfand. Ich musste so ne Wand gestalten mit allen Sportarten, die in Whitehorse betrieben werden - ich kann nur sagen die Australier können sich definitiv nicht entscheiden:-) Es gibt glaub keine Sportart, für die es in dem Ort keinen Verein oder so gibt, von BAseball, über Football, Rugby , Fussball, bis hin zu Cricket, Tauchen, Motorsport, einfach alles. Da merkt man erst mal, dass die Kultur da sehr multikulturell ist, weil jedes Land hat seine Sportart da durchgesetzt.

Die Leute mit denen ich da gearbeitet hab waren ober nett, und schaffen leider nicht direkt mit mir im Büro sondern sind speziell für die Halle da zuständig. Eine Frau, Julie, hat dann gleich mal erzählt, dass einer von Kehl vor zwei Jahren halt au da war und eigentlich dauernd mit ihr gearbeitet hat. Sie hatte 2 Jahre deutsch in ihere Schulzeit (jetzt ist sie ca. 45-50 Jahre alt) und hat dann ständig versucht ein paar Brocken deutsch zu sprechen- voll niedlich. In der Mittagspause ist sie mit mir dann meine Busstrecke abgefahren und wir waren mein Ticket kaufen. Also voll die Liebe. Die anderen da warn aber auch voll nett; Jaqueline (nein sie kommt nict aus dem Osten ;-) ) die für alle Kunstsachen da zuständig ist, hat mich dann für den Sommer zu sich eingeladen, da sie direkt am Strand wohnt. Julie hat mich dann abends heimgefahren, was voll toll war, weil wir an dem Tag 27 Grad hatten und ich so noch das schöne Wetter genießen konnte.

Jooo am zweiten Tag hab ich dann im Büro geschafft- musste Umfragebögen vom Sonntag (da war das alljährliche Spring Festival der Stadt) auswerten. War ganz okay nur gar nicht so einfach , mit dem engliscehn Excel-programm, außerdem konnte ich die Schrift von den Leuten ab und an nicht entschlüsseln, was in ner anderen Sprache halt noch schwieriger ist, da man den Kontext ja nicht unbedingt hat... Vorallem ist die Tastatur ja ne andere- daran muss ich mich auch erst ncoh gewöhnen :-)

Sonst hats Spass gemacht, auch wenn die Mitarbeiter alle weng zurückhaltend sind. Hab halt dann eine gefragt (Lynn- ne Engländerin), ob wir zusammen Mittag machen. Sonst wars aber ganz cool obwohl wir immer erst um neun morgens anfangen, was bedeutet, dass wir bis 17.00 Uhr schaffen müssen- für mich doch ein wenig gewöhnungsbedürftig vorallem weil dort leider am Freitag auch bis 5 abends geschafft wird- gehts noch???? ;-)

Donnerstag durfte ich dann Julie helfen die Halle wieder aufzuräume, weiß nicht ich mag so Arbeit weil dann geht der Tag voll schnell rum :-) Julie hat mich morgens abgeholt und ist mit mir noch in ne französische Bäckerei gegangen weil ich ihr erzählt habe, dass ich das australische Brot nid besonders brickelnd find. Hatte dann also nen Baguette - yeah- gestern hat sie dann für mich ne Schweizer Bäckerei ausfindeig gemacht und jetzt bringt sie wahrscheins am Montag ein Basler Brot mit- wie cool ist das denn. Des war so süß als sie dehalb angerufen hat weil sie dann dauernd was von BROD erzählt hat und dass es da so ein bread gibt, dass sie nicht aussprechen kann, it's a BASLER bread. Bis ich am Telefon kapiert hab, was sie mir sagen will...:-D

Allgemein ist das englisch zwar ganz okay, ich versteh eigentlich das meiste aber es ist sehr anstrengend wenn man den ganzen Tag im Kopf übersetzen muss, ich bin abends immer ewig kaputt...

Naja des Busfahren zur Arbeit klappt eigentlich auch ganz gut, nur das australische Busse eher wie spanische Busse sind d.h. wenn man Pech hat kommen sie halt erst 20 min später. Zudem stimmen die Zeitanagben an der Bushaltestelle direkt und im Internet schon 10x nicht- ist also jeden Tag spannend wann/ob der Bus kommt :-) Fahr ca. 30 min mit Bus und Bahn zur Arbeit, ist ganz okay.

Freitag musst ich dann Artikel aus Zeitungen der letzten 4 Monate ausschneiden, die das Kulturamt betreffen, ne ziemliche Herausforderung wenn man die Tätigkeiten des Amts noch nicht ganz durchschaut hat und die Sprache dann doch nicht perfekt beherscht. Hab auch echt den ganzen Tag gebraucht, aber des war auch ein riesen Stapel. :-)

Mmh, was gibts sonst noch zu erzählen...achja die ham die ewig gute Kaffeemaschine, man muss allerdings auch $1 pro Kaffee zahlen. Mittagspause machen die meisten in nem riesen großen Aufenthaltsraum, der mit sämtlichen Küchenutensilien ausgestattet ist, sodass man sich dort alles kochen könnte. Da sind Sofas und ein Zeitschriftenständer und sogar ein Billiardtisch drin- sehr toll. Davon könnte sich die Stadt Lörrach gerne mal inspirieren lassen :-)
Aufenthaltsraum

Ja aber jetzt ist ja erst mal Wochenende und ich werd jetzt gelcih in die Sadt gehen, treff mich da mit Lynn und einer Freundin von ihr zum shoppen. Bin ja mal sehr gespannt und hoff, dass ich mich zurückhalten kann weil ich ja sowieso nur 23 kg wieder mit heimnehmen darf... wir werden sehn...:-)

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