Ich mein gut, zum einen ist da das Australisch-Englisch, das mich so aussehen lässt, als hätte ich noch nie zuvor ein englische Wort gehört :-) Beispielsweise sind Chucks hier nicht etwa Converse-Schuhe sondern Küchenpapier, und "see ya later" wird anstelle von tschüss gesagt, auch wenn man nicht vor hat die Person noch einmal wieder zu sehen. Ihr könnt euch ja vorstellen, wie verwirrt ich war, als fremde Leute wie Kassiererin oder Busfahrer das erste mal zu mir bei der Verabschiedung "see ya later" gesagt haben :-D
Wo wir schon beim nächsten wären- das Busfahren; Busse sind im Gegensatz zu den Zügen und der Straßenbahn eher unzuverlässig. Zudem stimmen die Zeittafeln an der Bushaltestelle grundsätzlich nie mit der Information aus dem Internet überein, was die ganze Sache ein wenig knifflig macht. Ich geh halt jetzt jeden morgen ungefähr zur selben Zeit mal an die Bushaltestelle und hoffe, dass ein Bus kommt und meistens hab ich auch Glück bzw. ich habs langsam drauf und weiß wann die Busse kommen;
Das Mühsame ist, dass man immer sein Ticket in die Entwertungsmaschine (nennt man des so?) stecken muss, auch wenn man ein Monatsticket hat- und wehe man macht das nicht...dann gibts ganz schönen Ärger vom Busfahrer, weil das ja schließlich kein "Free-ride" ist, da zählt dann auch die Ausrede nicht, dass man hier neu ist und keine Ahnung hat ;-)
Sonst sind die Busfahrer aber morz freundlich, warten immer bis die verspäteten Züge eintreffen, sodass man den Bus noch erreicht, oder letztens hat mich eine Busfahrerin wegen völliger Orientierungslosigkeit auch direkt vor die Haustür gefahren:-) (...so viel zum Thema: was ich schon immer einmal über Busfahren in Melbourne wissen wollte ;-) ) Achso ne halt nicht zu vergessen: die Busse hier sind die ersten Hybridbusse- sehr fortschritlich, nicht wahr?
Meine völlige Orientierungsloigkeit (s.o.) hatte ich übrigens wegen den Straßennamen in Australien. Weil dort ist es nicht so, dass es einen Straßennamen nur einmal gibt, sondern in jedem Vorort gibt es die selben Straßennamen. D.h. in Melbourne gibt es bestimmt 70 Straßen die Victoriastreet oder Blackburnroad heißen; Wenn man das nicht weiß und gesagt bekommt, dass jemand beispielsweise in der Eley Road 12 wohnt, kann es natürlich durchaus sein, dass ein verwirrter Tourist vor dem falschen Haus steht und sich wundert, warum jemand fremdes die Tür aufmacht; oder aber, dass man bei der absolut falschen Bushaltestelle aussteigt... :-/
für alle Herr der Ringe Fans :-)
Hatte übrigens mittlerweile meine erste Erfahrung mit Goon; für die, die noch nie von Goon gehört haben, ein kleiner Exkurs:
"goon" ist das "Tetra-Pack"-Kissen in den Pappkartons, die mit 2, 4 oder 10 Litern Wein gefüllt sind. "Goon" ist der billigste erhältliche australische Wein, weshalb er von Obdachlosen bevorzugt wird, die das Tetra-Pack-Kissen auch tatsächlich als Kissen verwenden!
Tatsächlich ist Goon aber auch ein Wein, der von Backpackern und Studenten bevorzugt wird, ganz einfach weil man 4 Liter Wein für $5 bekommt. Das Fatale daran ist allerdings, dass Goon nicht nur lausig schmeckt, sondern auch ein wahnsinnigen headache macht :-/ des soll sich allerdings nach dem vierten Goon-trinken legen...bin ja mal sehr gespannt :-)
Das Trinken in Australien ist echt so ne Sache - ich hab ja gelesen, dass die Australier das Alkohol trinken als eine Art Sportart sehen, allerdings hab ich das nicht wirklich geglaubt- yeah well, ist wohl doch so :-) Kaum hat das Wochenende angefangen (sprich 17.00 Uhr Freitag) fangen die Leute auch schon an mit trinken. Viele noch direkt nach dem Arbeiten mit den Arbeitskollegen (dieses Ereignis findet in meinem Amt jedoch nur am letzten Freitag im MOnat statt :-) ), die anderen gehen ansonsten direkt in den Pub. Joa und am Samstag Mittag um 13:00 Uhr sind die sogenannten Hotels (Kneipen) dann wieder voll, bis sie abends wieder schließen; Sonntags wird bei dem Spiel auch keine Ausnahme gemacht, da beginnt das Trinken wie Samstag; Dementsprechent könnt ihr euch vorstellen wie's den meisten Leuten nachts um 00.00 Uhr geht- Betrunkene Australier- nix ausergewöhnliches - :-D
Allerdings muss ich zugeben, dass die Hotels in der Stadt auch wirklich was besonderes sind; überall spielen Livebands und zum Teil liegen die direkt am Strand. Man kann also schon nachvollziehen, warum die bei schönem Wetter und guter Musik dort sitzen und ein Gläschen Bier oder Wein genießen.
Wie ihr seht, bringt jeder Tag neue Herausforderungen und es gibt einige Dinge zu entdecken....
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